Nimm dir einen Augenblick Zeit, um an ein schönes Erlebnis zu denken, an eine Zeit, als es dir wirklich richtig gut ging. Wenn dir etwas eingefallen ist, tauche wieder richtig in dieses Erlebnis ein. Nimm dir eine oder zwei Minuten Zeit, um es so intensiv wie möglich wiederzuerleben.
Während du dich an diesen angenehmen Gefühlen erfreust, schau dich um; nimm wahr, was du siehst und welche Geräusche oder Klänge du hörst, wenn du dieses Erlebnis wiedererlebst.
Nimm wahr, wie du dich fühlst. Wenn du soweit bist, komme in die Gegenwart zurück.
Nimm wahr, welchen Einfluss dies auf deinen gegenwärtigen Zustand hat, besonders auf deine Körperhaltung und deinen Atem. Vergangene Erlebnisse sind nicht für immer vergangen; sie können dir helfen, dich in der Gegenwart gut zu fühlen. Obwohl die Bilder und Klänge der Vergangenheit vorbei sind, kannst du sie geistig wieder hervorrufen.
Das Gefühl in diesem Augenblick ist noch genauso real und greifbar wie damals. Unabhängig davon also, wie du dich gefühlt hast, bevor du diesen Absatz gelesen hast, hast du dich jetzt in einen ressourcenreicheren Zustand versetzt.
Nun denke im Kontrast dazu einmal an ein eher unangenehmes Erlebnis. Wenn dir eines einfällt, versetze dich noch einmal hinein.
Was siehst du, nachdem du in jene Situation zurückgegangen bist? Was hörst du? Achte auf deine Gefühle.
Bleibe nicht lange bei diesem Erlebnis, sondern komme in die Gegenwart zurück und nimm wahr, welche Wirkung es auf dich hatte. Werde dir bewusst, wie du dich nach diesem Erlebnis im Vergleich zum vorherigen fühlst. Achte auch auf deine andere Körperhaltung und dein Atemmuster.
Nun verändere deinen emotionalen Zustand. Mache irgendeine körperliche Aktivität, bewege deinen Körper und stelle deine Aufmerksamkeit von der Erinnerung auf etwas ganz anderes um. Schaue aus dem Fenster, hüpfe, laufe zur anderen Seite des Raums und berühre die Wand oder beuge dich hinunter und berühre deine Zehen.
Achte auf die Körperempfindungen bei der Bewegung und auf das, was du im Hier und Jetzt wahrnimmst.
Diese Technik nennt man Veränderungs-und Unterbrecherzustand, auch “Separator”. Damit unterbrichst du den negativen Zustand wirkungsvoll.